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Leitsystem für Schweizer Transportnetz im europäischen Verbund
Der Schweizer Übertragungsnetzbetreiber, Energie Ouest Suisse (EOS) in Lausanne, erzeugt jährlich mehr als zwei Terawattstunden Strom und versorgt über Netzverteiler mehr als eine Million Verbraucher. Als einer der Teilnehmer des europäischen Verbundnetzes produziert EOS inmitten der Alpen umweltfreundlichen Strom aus Wasserkraft für die Schweiz - vor allem die Westschweiz - sowie für Frankreich, Deutschland und Italien.
Das Netz der EOS umfasst in den Spannungsebenen 380/220/125/65 kV rund 1.800 Kilometer Leitungslänge.
EOS ist Mitglied der Union für die Koordinierung des Transportes elektrischer Energie (UCTE), die den Betrieb des Übertragungsnetzes in Kontinentaleuropa abstimmt.
Durch die anstehende Öffnung des Marktes und die Neustrukturierung der Netze in der Schweiz sah sich die EOS gezwungen, das vorhandene L&G-System abzulösen und hat sich Ende 2003 für ein Dreifach-Rechnersystem IDS HIGH-LEIT entschieden. Die Systemsprache ist französisch.
Realisierung
Aufgabe war es, in kürzester Zeit einen Ersatz für das Altsystem in Betrieb zu nehmen. Dabei sollte der laufende Betrieb möglichst wenig beeinträchtigt werden. Um dies zu gewährleisten, wurde zunächst ein Datenaufbereitungssystem installiert, auf dem alle Datenpunkte des Altsystems integriert waren. Bereits einen Monat nach Installation konnte dieses System zum Komplettsystem erweitert werden und nach fünf Monaten startete der Mithörbetrieb der über 100 vorhandenen Unterstationen TG80x und TG065. Knapp 14 Monate nach Auftragsvergabe nahm das neue Leit- und Fernüberwachungssystem für das Produktions- und Verteilungsnetz im Februar 2005 den Betrieb auf. Inzwischen verwaltet das System mehr als 30.000 Prozesspunkte über 25 Prozent mehr als das Altsystem.
Kommunikation über TASE.2
Zur Führung des Netzes in den Spannungsebenen 380 kV und 220 kV werden national und - innerhalb des Europäischen Verbundnetzes international Daten über das TASE.2-Protokoll ausgetauscht. Entsprechend der hohen Bedeutung dieses Verbundes sind zwei TASE-Gateways vorhanden, die einen unterbrechungsfreien Betrieb gewährleisten. Auch die Verbindung zur unternehmensinternen EDV wird zum Teil über die TASE.2-Schnittstelle geführt.


